, Hofstetter Ueli

Noah fährt erstmals auf das Weltcup-Podest

Drei Rennen bildeten im ungarischen Balatonfüred (Plattensee) vom 1. bis 3. Mai den Weltcup-Auftakt für die MTBO-Community. Die Agenda bot einen Sprint, einen Mittel- sowie einen Langdistanz-Wettkampf. Noah steigerte sich von Lauf zu Lauf und krönte seine starken Leistungen mit dem zweiten Rang über die lange Distanz und durfte sich über den ersten Weltcup-Podestplatz seiner Karriere freuen.

Die Anspannung vor dem ersten Weltcup-Einsatz war gross, aber Noah freute sich auf den ersten internationalen Kräftevergleich der Saison. Im Sprint liess sich die Nervosität nicht ganz ablegen, ein Fehler schon kurz nach dem Start liess sich nicht mehr aufholen, mit dem 12. Rang wusste Noah, dass mehr dringelegen wäre. Doch er nahm aus dem Startrennen auch ein positives Gefühl mit auf die Mitteldistanz und fand sich im Ziel auf Rang 4, knapp neben dem Podest und stellte objektiv fest: Wenn ich mit einem 4. Rang nicht abschliessend zufrieden bin, dann zeigt es, dass ich wirklich ganz vorne im internationalen Feld angekommen bin. Mit dem Wissen, um den Sieg mitfahren zu können, waren die Ambitionen für das sonntägliche Langdistanz-Rennen gesetzt:

Was für ein Auftritt (und Ausritt) von Noah! Vom ersten Meter an setzte der Lysser alles sprichwörtlich auf eine Karte und es war ein Genuss, das Rennen im Live-Tracking zu verfolgen. Fast greifbar war der Elan, mit dem Rieder durch den Wald flog, sich den vor ihm gestarteten Jan Hasek (6 Min.) und Armel Berthaud (3 Min.) kontinuierlich annäherte und gleichzeitig den Abstand zum nach ihm gestarteten, mehrfachen Weltmeister Krystof Bogar stetig ausbaute. Die erste Zwischenzeit bestätigte den starken Eindruck: Noah lag mit rund einer Minute in Führung. Einzig Vojtech Ludvik, der wohl konstanteste MTBO-Athlet der letzten Jahre, vermochte später noch einmal zuzulegen und setzte sich bis zum Ende des Rennens mit einem Vorsprung von 2:53 Minuten von Noah ab. Gegen die Leistung des Tschechen war heute kein Kraut gewachsen. Gemeinsam mit Armel, den Noah kurz nach der ersten Zwischenzeit eingeholt hatte, hielt er das Tempo hoch und die Fehlerquote tief. Einmal nur stockte dem Zuschauer der Atem, als Noah auf dem Weg zur zweiten Zwischenzeit eine alternative Routenwahl traf, die sich dann aber sogar als minimal schneller erwies, so dass der Status Quo bald wieder hergestellt wurde. Der zweite Platz geriet nur insofern in Gefahr, dass der von Ludvik eingeholte Jungstar aus Österreich, Hannes Hnilica, im Rücken von Noah Sekunde um Sekunde gutzumachen schien. Doch Noah hielt dem Druck stand und rettete nach einem enorm kräftezehrenden Rennen 39 Sekunden Vorsprung ins Ziel. Der Lohn: ein hochverdienter zweiter Rang und der erste Weltcup-Podestplatz seiner Karriere. (Thomas Bossi, Webseite Swiss Orienteering). 

Wir gratulieren Noah herzlich:-)